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Baufinanzierungen richtig planen

Kaum jemand ist heute in der Lage, seine Immobilie ohne die Aufnahme einer Baufinanzierung zu stemmen. Während in der Vergangenheit in der Regel nur maximal 80 % der gesamten Kosten über ein Darlehen abgebildet wurden, ist es mittlerweile keine Seltenheit, dass sogar eine vollständige Finanzierung inklusive der Nebenkosten durch die Banken übernommen wird. In diesem Fall wird auch von einer 110-% Finanzierung gesprochen, weil die Nebenkosten ca. 10 % des Immobilienkaufpreises ausmachen. Wer seine Immobilie so finanziert, der sollte ein paar Dinge beachten. 

Tilgung und Laufzeit beachten

Wie immer gilt, dass mit längerer Laufzeit auch der zu zahlende Zins steigt. Auf der anderen Seite bedeutet eine längere Laufzeit aber auch mehr Sicherheit – insbesondere bei besonders hoher Fremdkapitalaufnahme kann es nach Ablauf der Zinsbindung bei zwischenzeitlich gestiegenen Zinsen zu Mehrkosten kommen. Daher sollten Immobilienbesitzer abwägen, was ihnen am Ende wichtiger ist – ein etwas niedrigerer Zins mit der Gefahr einer früheren Zinsänderung oder aber höhere Sicherheit verbunden mit höheren Kosten. Egal wie man sich hier entscheidet – grundsätzlich sollte bei einer 110-% Finanzierung immer daran gedacht werden, dass die Tilgung nie bei 1 % liegen sollte. Wer bspw. so wenig tilgt, der hat nach 10 Jahren gerade einmal die Nebenkosten zurückgezahlt. Sollten in der Zwischenzeit die Zinsen wieder angezogen haben und die Anschlussfinanzierung teurer geworden sein, dann steht man nach 10 Jahren vor der Situation eine höhere Rate zu zahlen als vorher. Und wer sein Haus verkaufen muss, der kann nur hoffen, dass der Markt sich weiterhin nach oben entwickelt hat und er den gleichen Verkaufspreis mindestens erzielt wie beim ursprünglichen Erwerb. 

Eine sinnvolle Strukturierung der Baufinanzierung 

Die Mehrheit der Bauherren geht davon aus, dass man die gesamte Finanzierung in einem Vertrag abschließen muss. Das ist aber nicht der Fall! Tatsächlich kann man seine Baufinanzierung auch in Blöcke unterschiedlicher Laufzeit unterteilen, wobei es aber immer mindestens 50.000 Euro sein sollten. Unterhalb dieser Schwelle finanzieren viele Banken nur sehr ungern und nehmen einen Aufschlag auf den Zins. Die Idee ist jetzt folgende: Man nimmt ein Darlehen über 5 Jahre, ein zweites über 10, ein drittes über 15 und das letzte mit 20 Jahren Zinsbindung. Beim Darlehen mit der kürzesten Laufzeit – und dem niedrigsten Zins – sorgt man für eine maximal mögliche Tilgung und versucht dieses kleine Darlehen möglichst innerhalb der fünf Jahre abzuzahlen. Nach Ablauf der fünf Jahre versucht man mit der freien Liquidität über mögliche Sondertilgungen das Darlehen mit der 10-jährigen Laufzeit zu tilgen. In der Regel ist eine Sondertilgung von 5 % laut Vertrag immer machbar. Damit kann auch das nächste Darlehen ggf. zurückgezahlt werden. Wer auf diese Weise seine Baufinanzierung strukturiert, beispielsweise mit der Hilfe von Wüstenrot Service Center Hamburg Volker Philippin, der schafft eine schnelle, sichere und unkomplizierte Rückzahlung seines Darlehens.